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 Betreff des Beitrags: Das Ende des "50 Cent Freiraumes" in Deutschland
BeitragVerfasst: Mi Mai 12, 2010 8:38 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beitr├Ąge: 531
Die Bundesrepublik Deutschland hat offensichtlich keine Lust sich an die Gesetze und Vorgaben der EU zu halten.
Zumindest dort nicht wo es ihr nicht passt. Wie eben beim Thema "Gl├╝ckspiel".

Schon vor Einf├╝hrung des Gl├╝ckspielstaatsvertrages hat die EU Deutschland unmissverst├Ąndlich zu verstehen gegeben, dass dieser gegen EU-Recht verst├Âsst - was nat├╝rlich die Herrschaften Politiker einen Dreck interessiert hat.

Die Gl├╝ckspiel-Lobby hat die Politik fest im Griff und die Politik hat die Justiz fest im Griff und so schliesst sich der Kreis.
Eine L├╝cke war bei all dem offen geblieben: Der "geringf├╝gige Spieleinsatz" welcher bisher in der Judikatur mit 50 Cent oder weniger definiert war.
Die Veranstaltung eines Gewinnspiels war bislang nach zwei sehr einfachen (wiewohl - nochmals! - gesetzwidrigen!!) Kriterien definiert. Gl├╝ckspiel lag demnach nur vor wenn die folgenden BEIDEN Kriterien erf├╝llt waren:
(a) Wenn der Spielausgang ├╝berwiegend vom Zufall ab├Ąngt (wie weit man diese Definition als Richter zu Ungunsten der Bev├Âlkerung verbiegen kann, haben die Richter im Fall Stiny deutlich gemacht.) UND
(b) Wenn der Spieleinsatz "erheblich" also mehr als 50 Cent pro Teilnahme betragen hat. (wie weit man diese Definition als Richter zu Ungunsten der Bev├Âlkerung verbiegen kann, hat die Causa gegen tombo24.de gezeigt.)

Der Lottolobby war diese Regelung aber trotzdem von Anfang an ein Dorn im Auge, obwohl die 50 Cent-Regel ein Spiel f├╝r die Teilnehmer(!) schon uninteressant macht.
Begr├╝ndung: Die mit der Verrechnung und dem Inkasso verbunden Kosten um 50 Cent einzuheben sind gr├Âsser als 50% des Bertrages. Wenn also pro Teilnahme beim Anbieter nur 25 Cent oder weniger ankommen - ist ja wohl klar wie sich das auf die Gewinnchancen auswirken muss.
Trotzdem: Die Gl├╝ckspiel-Lobby will kein Fitzelchen von ihren sagenhaften Midas-Gewinnen abgeben, und duldet keinerlei wie immer geartete Konkurrenz.

(Hausverlosungen sowieso nicht, weil da hat der Teilnehmer ja noch wirklich eine echte Chance zu gewinnen! Ja wo gibts denn sowas?! Dass kann man doch nicht zulassen! Frechheit! Sauerei! Wo kommen wir denn da hin, wenn die Leute f├╝r ihre Eins├Ątze auch noch die Chance haben sollen zu gewinnen?! Also nein, wirklich! Das geht doch gar nicht!)

Dass die Seilschaft Gl├╝ckspiel-Lobby => Politik => Justiz immer noch pr├Ąchtig funktioniert zeigen einige j├╝ngste Entscheidungen aus deutschen Commedy-Shows, pardon, Gerichten wie dies in einem Artikel von Dr.Bahr zusammengefasst ist, den es lohnt gelesen zu haben:

http://www.gluecksspiel-und-recht.de/50 ... boten.html

Es geht nicht darum die Menschen jetzt alle zu zwingen bei Hausverlosungen oder ├Ąhnlichem mitzumachen - es geht ganz einfach um die Freiheit w├Ąhlen zu d├╝rfen!
Einer der Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaftsstruktur!
Und mit "Wahlfreiheit" ist sicherlich nicht gemeint, dass der B├╝rger zwischen den Farben der verschiedenen Flaggen w├Ąhlen d├╝rfen unter denen sich gleichermassen unf├Ąhige Politiker versammeln.

Wir wollen lediglich das unbehinderte Recht haben unser Konzept, das Konzept der Hausverlosung genau so unbehindert dem Konsumenten vorstellen zu d├╝rfen wie das die Gl├╝ckspiellobby darf.
Im Gegensatz zur Gl├╝ckspiel-Lobby vertrauen wir jedoch auf die Klugheit der Menschen, die dann schon die "richtigen Entscheidungen" treffen werden. 8-)

_________________
Und wenn ich ├╝bers Wasser laufen k├Ânnte, w├╝rde es welche geben die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Gesch├Ąftsf├╝hrer ├╝bergeben.
Man kann zu Recht sehr viel B├Âses ├╝ber Lucie sagen, - das Scheitern dieses Projektes ist aber NICHT ihre Schuld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des "50 Cent Freiraumes" in Deutschland
BeitragVerfasst: Fr Mai 14, 2010 5:08 pm 
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Registriert: Sa M├Ąr 06, 2010 8:54 am
Beitr├Ąge: 48
Wohnort: Linz
Tja, wenns um ihr Geld geht verstehen unsere Oberen keinen Spass.

Gebe dir recht: Das Arge daran ist, dass uns die Freiheit genommen wird selber zuu entscheiden wo wir spielen wollen wenn wir sschon spielen wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Ende des "50 Cent Freiraumes" in Deutschland
BeitragVerfasst: Di Mai 18, 2010 8:30 am 

Registriert: Do Aug 06, 2009 12:17 am
Beitr├Ąge: 531
Was ich hier nicht so ganz verstehe ist der Umstand, dass sp├Ątestens seit 1.12.2009 EU-Recht zweifelsfrei ├ťBER nationalem Recht steht.

Wie die Position der EU zum Thema "Liberalisierung des Gl├╝ckspiels" steht ist zweifelsfrei.
Schon vor Einf├╝hrung des deutschen "Gl├╝ckspiel Staatsvertrages" (klingt supa der Name, ist aber nur eine Vereinbarung zwischen den L├Ąndern, ein "Blattl Papier" also) hat Br├╝ssel Deutschland ziemlich klar gesagt, dass dieser Vertrag Europarechtswidrig ist.
Wurscht, da hat man den Vorteil: "Wo kein Kl├Ąger-da kein Richter" und solange niemand das Herz (und die Kohle) aufbringt Deutschland schlicht zu verklagen, k├Ânnen die weiter machen wie gewohnt.

Was ich pers├Ânlich schockierend finde, ist dass wir uns (wieder einmal!) einer Justiz gegen├╝ber sehen die zum Schutz der Interessen einiger ganz weniger bewusst, vors├Ątzlich und "b├Âswillig" geltendes Recht verletzen. Denn von einem Richter sollte man sich schon erwarten k├Ânnen, dass er die rechtlichen Gegebenheiten kennt.

Eigentlich w├╝rde ich mir von einem Richter erwarten, dass er sagt:
"Sorry, liebe Freunde von der Politik, sorry liebe Freunde von der Monopolisten-Lobby, ich sympathiere zwar mit Eurer Position aber wenn ihr ein anderes Rechts-System haben wollt, dann m├╝sst ihr in Br├╝ssel daf├╝r sorgen, dass so ein anderes Rechts-System geschaffen wird."

Genau das wird aber Br├╝ssel nicht tun, denn in Zeiten des Internet w├╝rde nur die derzeit in Europa ans├Ąssige Milliarden-Industrie "Online-Gl├╝ckspiel" (Hausverlosungen sind da nur eine im Grunde nicht ins Gewicht fallende Nebenfront) einfach in Jurisdictions auswandern die sie und ihre Ums├Ątze mit offenen Armen empfangen.
Der volkswirtschaftliche Schaden der entst├╝nde wenn diese Gr├Âssenordnung Kapital dem europ├Ąischen Wirtschaftskreislauf entzogen wird w├Ąre enorm. Da schaut dann die "Griechenland-Krise" blass daneben aus.

Wir werden sehen. Und wir werden die Entwicklung sicherlich weiter sehr aufmerksam verfolgen. (und nat├╝rlich hier berichten!)

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Und wenn ich ├╝bers Wasser laufen k├Ânnte, w├╝rde es welche geben die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Anfang 2010 habe ich wegen massiver gesundheitlicher Probleme die Leitung von QUAEVS an meine Frau plus Assistenten/Gesch├Ąftsf├╝hrer ├╝bergeben.
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